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Volksmusik Adé – auf UKW

Insgesamt vier Petitionen mit vorerst 28.000 Unterschriften waren bis Mitte Juli im Bayerischen Landtag eingegangen. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat sich der zuständige Ausschuss jedoch für nicht zuständig erklärt. Verantwortlich für das Programm des BR sei allein der Intendant.
Der Ablehnung lag eine Stellungnahme der Bayerischen Staatskanzlei zu Grunde.
Hier ist die
Antwort der Staatskanzlei an die Vorsitzende des VVV.

Und jetzt?
Man denkt vielleicht nicht immer dran, aber grundsätzlich ist der BR für die Hörer da – und nicht umgekehrt. Wer mit der Leistung für sein Geld nicht zufrieden ist, sollte dies dem Intendanten am besten schriftlich direkt mitteilen. Unverdrossene sammeln weiter Unterschriften von frustrierten Volksmusikfreunden. Beim Start des Digitalkanals BR-Heimat war dieser als Zusatzangebot zur Volksmusik auf UKW angekündigt worden. Wer gegen diesen Wortbruch nicht protestiert, wird wohl nicht gehört.

Regelmäßige Volksmusiksendungen auf UKW im BR und im privaten Lokalradio

"Mir wolln a gescheids Programm" - diese Gstanzl bekam die Landtagspräsidentin bei der Übergabe der ersten Unterschriften zum Erhalt der abendlichen Volksmusiksendung auf UKW zu hören.

Und das ist vorher passiert:

Petitionsübergabe Landtagspräsidentin Barbara Stamm empfing am 12. Mai den Verein für Volkslied und Volksmusik zur Übergabe der Petition zur Erhaltung der Volksmusik auf UKW im Bayerischen Rundfunk. Zusammen mit Maximilian Stocker und Prof. Michael Piazolo hat Carmen E. Kühnl über 20.000 Unterschriften übergeben. Hierzu erschien eine gemeinsame Pressemitteilung. Siehe hierzu die Presserubrik des VVV.
Wir sammeln weiter Unterstützer der Petition zum Erhalt der Volksmusik auf UKW im BR!
Drucken Sie bitte unsere Unterschriftenlisten aus und senden Sie uns die ausgefüllten Listen zu. Es wird einen weiteren Termin zur gesammelten Übergabe geben.

Seit Pfingsten hat sich's ausgejodelt auf UKW.
Lesen Sie hierzu den Kommentar von Carmen E. Kühnl aus der Musikzeitschrift "zwiefach".

Und das geschah in den letzten Monaten:

Zu Lichtmess 2016 hat der Intendant des Bayerischen Rundfunks seine Entscheidung veröffentlicht, dass die Volks- und Blasmusik auf Bayern1 ab Pfingsten nur mehr im digitalen Rundfunk empfangen werden kann. Eine Vielzahl von Hörern sind mit dieser Entscheidung unzufrieden und veröffentlichen in Leserbriefen, Kommentaren oder Petitionen ihren Unmut und ihre Forderungen nach Beibehaltung der Volksmusik auf Bayern1. Auf Nachfragen der deutschen Presseagentur und anderen Redaktionen hat der VVV mit einer Pressemitteilung reagiert. Auch auf unserer Seite facebook.com/volkslied.volksmusik haben wir einiges veröffentlicht.

Im Bayerischen Landtag wurde im März mit großer Mehrheit den Dringlichkeitsanträgen von CSU und Freien Wählern zum Verbleib von Volks- und Blasmusik im analog empfangbaren Radio zugestimmt. Der BR sah keinen Anlass, die darin gemachten praktischen Vorschläge umzusetzen.

Zu den online Petitionen:
www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-absetzung-der-taeglichen-volksmusik-auf-bayern-1

Die online Petition der Freien Wähler lief bis Pfingsten. Sie bieten jedoch auf ihrer Website eine Unterschriftenliste für eine Petition im Bayerischen Landtag
www.fw-static.de/fileadmin/fw/bayern/pdf/Petition_-_F%C3%BCr_den_Erhalt_der_Volksmusik_auf_Bayern_1__Unterschriftenliste_.pdf

Darüber hinaus gibt es noch weitere Aktionen bei Vereinen und anderen Organisationen.
Der VVV hat Bezirketagspräsident Josef Mederer gebeten, auch im Interesse unserer Mitglieder ein Gespräch mit dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks zu führen. Trotz mehrfacher Versuche fand ein solches Gespräch bisher nicht statt.

Der Niederbayerische Musikantenstammtisch hat in der Sendung "quer" seine Reime drauf gemacht; die Wellbappn ebenso: www.vimeo.com/154974265


Interessant ist die Einschätzung des Medienwissenschaftlers Hermann Rotermund in der F.A.Z. vom 2. Mai:

Wir stehen vor einer digitalen Ruine

Das digitale Radio ist keine Erfolgsstory. Es ist die Ausgeburt einer technischen Phantasie aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. An den Hörern hat sie sich nie orientiert. Brauchen wir das?

www.xing-news.com


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